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Mit 64 Jahren erstmals für den Bundestag zu kandidieren, ist eine Besonderheit. Die Entscheidung, mich dafür zur Verfügung zu stellen, fiel im Januar, als sich abzeichnete, dass der bisherige Direktkandidat der SPD im Wahlkreis 60, Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident werden würde. Damit war klar, dass seinem Nachfolger nur wenig Zeit verbleiben würde, sich im Wahlkreis bekannt zu machen.

Bekanntheit hat mir verschafft, dass ich im Land Brandenburg seit Juli 1992 zunächst für die strafrechtliche Auseinandersetzung mit dem SED-Unrecht zuständig war und mich später vor allem bei der Bekämpfung des gewalttätigen Rechtsextremismus engagiert habe. Dies nicht nur als Staatsanwalt, sondern auch als Mitglied der Zivilgesellschaft, die es nach dem politischen Umbruch in der DDR in den neuen Bundesländern erst aufzubauen galt. Seit März 1996 bin ich Generalstaatsanwalt des Landes.

Der  zweite Grund, mich für eine Kandidatur zur Verfügung zu stellen, war, dass wir uns heute mit der AfD auseinanderzusetzen haben, die sich im Januar noch über eine besonders gute Wahlprognose für Brandenburg freuen konnte. Auf dem Bundesparteitag der AfD am 22. und 23. März 2017 wurde der Antrag von Frauke Petry nicht zur Abstimmung gebracht, wonach in das Grundsatzprogramm aufgenommen werden sollte, dass in der AfD  insbesondere für „rassistische, antisemitische, völkische und nationalistische Ideologien kein Platz“ sei. Spätestens seitdem weiß nun jeder, woran er bei dieser Partei ist.

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